
Sacco di Roma - der Fluch
Die Geschichte dahinter
Vor 500 Jahren fiel Rom.
Im Jahr 1527 erreichte der Krieg die ewige Stadt. Über 20'000 Soldaten des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation– unter ihnen tausende Landsknechte – marschierten auf Rom zu. Viele von ihnen waren seit Monaten ohne Sold, hungrig, erschöpft und vom Krieg gezeichnet.
Am 6. Mai 1527 durchbrachen sie die Mauern der Stadt.
Was folgte, ging als Sacco di Roma in die Geschichte ein – die Plünderung Roms.
Kirchen wurden verwüstet, Häuser niedergebrannt und die Strassen verwandelten sich in ein einziges Chaos aus Feuer, Gewalt und Tod. Über der Stadt lag Rauch, Glocken verstummten und überall kämpften Menschen ums Überleben.

Mitten in diesem Inferno stellte sich die Schweizer Garde mit nur 189 Mann unter dem Kommando von Hauptmann Kaspar Röist den Angreifern entgegen.
Während Rom fiel, verteidigten die Gardisten den Papst bis zum letzten Atemzug, damit dieser durch einen Geheimgang in die Engelsburg fliehen konnte.
Fast die gesamte Garde wurde an diesem Tag getötet, 147 tapfere Männer sind auf dem Petersplatz gefallen.
Viele dieser gefallenen Gardisten stammten aus Luzern.
Sie verliessen ihre Heimat als Beschützer und kehrten niemals zurück. Bis jetzt...
Doch was, wenn die Geschichte nie geendet hat?
Was, wenn diese Männer nie wirklich gestorben sind? Was, wenn der Tod kein Ende war – sondern der Beginn eines Fluch?
2027 kehren die Gefallenen von damals zurück, die Landsknechte – einst die Zerstörer Roms und die Gardisten – gefallen in der Verteidigung, tapfer und treu bis in den Tod.
Gefangen zwischen Leben und Tod. Verdammt, ihre letzte Schlacht immer wieder zu kämpfen. Immer wieder treffen Landsknechte und Gardisten aufeinander. Immer wieder beginnt der Kampf von Neuem.
Ohne Sieger. Ohne Erlösung.

Die Landsknechte
Die Landsknechte waren gefürchtete Söldner des 16. Jahrhunderts. Sie zogen durch Europa, kämpften für Geld und hinterliessen Angst und Verwüstung.
Heute kehren sie zurück als verdorbene Krieger – zerrissen, verwittert und vom Krieg gezeichnet.
Ihre Rüstungen tragen die Narben vergangener Schlachten, ihre Kleidung hängt in Fetzen von ihren Körpern.
Einst kamen sie als Eroberer in grosser Überzahl nach Rom. Nun wurden sie selber vom Fluch erobert.

Die Schweizer Gardisten

Die Schweizer Garde war bekannt für ihre bedingungslose Treue zum Papst, ihre eiserne Disziplin in der Formation und ihren furchtlosen Kampfgeist; die Schweizer Gardisten kämpften bis zum letzten Atemzug.
Viele von ihnen kamen aus Luzern. Sie verliessen ihre Heimat einst als junge Männer, voller Pflichtgefühl und Loyalität.
Heute kehren sie als gefallene Beschützer zurück – gebrochen, verflucht und dennoch ihrer Aufgabe treu geblieben.
Der Tod hat auch sie nicht befreit.
Noch immer tragen sie ihre Waffen. Noch immer stehen sie zwischen den Schatten Roms und treu zu ihrem Eid.
Und nun führt ihr Weg zurück nach Hause...
Der Richter der Verdammten
Über beiden Seiten steht eine Macht, die nicht Teil der Schlacht ist – und doch über sie entscheidet.
Manche nennen ihn den Richter der Verdammten. Andere den Hüter des Fluchs.
Nach dem Fall Roms hat er sein Urteil gefällt: Keiner der Gefallenen soll je Ruhe finden. Weder Landsknecht noch Gardist.
Seit Jahrhunderten bewahrt er diesen Fluch und bindet beide Seiten an ihr Schicksal. Niemand entkommt. Niemand findet Frieden.
So kämpfen sie weiter. Immer und immer wieder.
Wie Schatten aus einer vergangenen Zeit ziehen sie durch die Dunkelheit – gefangen in ihrer letzten Schlacht.

Die Rückkehr nach Luzern
Die Geschichte des Sacco di Roma endet nicht in den brennenden Strassen des Jahres 1527.
Der Fluch lebt weiter.
Die Gefallenen sind gebunden an ihre letzte Schlacht und tragen sie seit Jahrhunderten mit sich. Ihr Weg führt sie nun zurück nach Luzern – dorthin, wo viele von ihnen einst ihr Leben begannen.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Geschichte und Legende, kehrt der Kampf erneut zurück.
Die Erscheinung der Verfluchten zeigt ihre Herkunft und ihr Schicksal: zerfallene Stoffe, dunkle Farben, beschädigte Rüstungen und gezeichnete Gesichter.
So entsteht eine Armee, die irgendwo zwischen Vergangenheit und Gegenwart gefangen ist.
Sacco di Roma - der Fluch
Vor 500 Jahren fiel Rom in der Schlacht, doch keiner Seele hat es Ruhe gebracht.
Aus Luzern kamen sie, treu und bereit, nun gefangen im Fluch, für die Ewigkeit.
Als Richter gesprochen, als Hüter gewacht – er zwingt sie zu kämpfen in ewiger Schlacht.
